Herrichtung eines Lehrbergwerks im Feggendorfer Stolln ist zugelassen worden

Zum 01.02.2017 wurde durch das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Clausthal-Zellerfeld die Zulassung des neuen Hauptbetriebsplans für die Jahre 2017-2022 erteilt. Somit darf sich das Steinkohlenbergwerk Feggendorfer Stolln nun neben dem seit 2004 gültigen Status eines Besucherbergwerkes auch „Lehrbergwerk“ nennen. 

Bald wird es also möglich sein, künftige Fachleute aber auch Besucher mit der Gewinnung eines relativ geringmächtigen Steinkohlenflözes vertraut zu machen. Die Herrichtung des Lehrbergwerkes hat bereits begonnen: Es wird derzeit eine Strecke aufgefahren um einen noch nicht abgebauten Bereich des Flöz III (Hauptflöz im Deister) zu erschließen. Anschließend werden Fuß- und Kopfstrecke sowie eine Wetterstrecke aufgefahren. Sobald dann diese Strecken fertiggestellt sind, soll zu Lehr- und Schulungszwecken der Kohlenabbau im Kurzstreb aufgenommen werden – so wie es über Jahrhunderte im Deister und Schaumburger Land, sowie bei Minden, im Osterwald und am Süntel üblich war. Damit wird dann auch nach dem Ende der Steinkohlenförderung im Ruhrgebiet und bei Ibbenbüren im Jahre 2018 ein kleines Steinkohlenbergwerk in Deutschland betrieben – damit auch die kommenden Generationen die alte bergmännische Handwerkskunst erlernen können – aber auch unsere Besucher einen einmaligen Eindruck von der schweren Arbeit der Bergleute erhalten.